Donnerstag 17. Mai 2012
Nachhaltige Entwicklung

Inhalt:

Das Sekretariat der COMECE unterstützt im Rahmen seines umweltpolitischen Dialogs mit den EU Institutionen durch Publikationen, Veranstaltungen und die Teilnahme an öffentlichen Anhörungen eine ambitionierte EU-Klimapolitik. Dabei tritt es dafür ein, dass die europäischen Entscheidungsträger vor allem das Wohl der zukünftigen Generationen und der Menschen in den Entwicklungsländern in den Blick nehmen, die von den Auswirkungen des Klimawandels besonders hart getroffen werden, obwohl sie keine Verantwortung für die bisherige Erderwärmung tragen. Darüber hinaus setzt sich das Sekretariat der COMECE für die Förderung nachhaltigen Konsums und umweltfreundlicher Lebensstile ein, die von freiwilligem Maßhalten und einer Besinnung auf die eigentlichen, nicht-materiellen Werte des Lebens geprägt sind.


EU Kompetenz

unknownDie europäische Umweltpolitik beruht auf den Artikeln 174 bis 176 des EG-Vertrags (Artikel 191 bis 193 des künftigen Vertrags über die Arbeitsweise der EU). Harmonisierende Rechtsakte werden in aller Regel gemeinsam vom Ministerrat und dem Europäischen Parlament im Mitentscheidungsverfahren erlassen. Überdies müssen gemäß Artikel 6 EG-Vertrag (Artikel 11 AEUV) die Erfordernisse des Umweltschutzes auch bei der Festlegung und Durchführung der anderen Gemeinschaftspolitiken einbezogen werden. Im neuen Vertrag über die Arbeitsweise der EU wird der Kampf gegen den Klimawandel in Artikel 191 Absatz 1 erstmals als besonderes Ziel der europäischen Umweltpolitik erwähnt.

Die Vision der Kirche

unknownDie katholische Kirche hat eine Verantwortung für die Schöpfung und muss diese Verantwortung auch öffentlich geltend machen", heißt es in der jüngsten Sozialenzyklika Caritas in Veritate von Papst Benedikt XVI.. Umweltschutz, nachhaltige Entwicklung und ein verantwortungsvoller Umgang mit den natürlichen Ressourcen der Erde sind ein fester Bestandteil der katholischen Soziallehre. In seiner Sozialenzyklika erinnert Benedikt XVI. daran: „ Wir müssen jedoch auf die sehr ernste Verpflichtung hinweisen, die Erde den neuen Generationen in einem Zustand zu übergeben, so daß auch sie würdig auf ihr leben und sie weiter kultivieren können. Das schließt ein, es sich zur Pflicht zu machen, nach verantwortungsbewußter Abwägung gemeinsam zu entscheiden, welcher Weg einzuschlagen ist, mit dem Ziel, jenen Bund zwischen Mensch und Umwelt zu stärken, der ein Spiegel der Schöpferliebe Gottes sein soll - des Gottes, in dem wir unseren Ursprung haben und zu dem wir unterwegs sind"(CiV 50). Das damit angesprochene Gebot der intergenerationellen Gerechtigkeit wird insbesondere durch den durch Menschen verursachten Klimawandel auf eine harte Probe gestellt.

Beitrag der COMECE

unknownMit dem Ziel, einen fundierten Diskussionsbeitrag zum Klimaschutz zu leisten, setzten die Bischöfe der COMECE im November 2007 eine Arbeitsgruppe zum Klimawandel ein, der zehn europäische Persönlichkeiten aus Politik und Wissenschaft - darunter zahlreiche Klimaexperten von internationalem Renommee - angehörten. Geleitet wurde die Arbeitsgruppe vom ehemaligen österreichischen EU-Kommissar Franz Fischler. Im Oktober 2008 veröffentlichte die Arbeitsgruppe ihren Abschlussbericht „Eine christliche Sicht auf den Klimawandel - Auswirkungen auf Lebensstile und auf die EU-Politik".


Am 17. Juni 2009 diskutierten Kirchen und kirchliche Organisationen mit Vertretern der EU die ethische Dimension des Kampfes gegen den Klimawandels. Das von der COMECE, der Kommission Kirche und Gesellschaft der KEK und dem Büro der Europäischen Politikberater (BEPA) der Europäischen Kommission organisierte Dialogseminar war dem Thema "Klimawandel als Herausforderung für Lebensstile, Solidarität und globale Gerechtigkeit" gewidmet. Einen ganzen Tag lang tauschten sich Repräsentanten der Europäischen Kommission, des Europäischen Parlaments und der Mitgliedsstaaten mit Vertretern der Kirchen auf der Grundlage der aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Thema Klimawandel aus.

Zusatzinhalt:

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