Regelmässiger Dialog
Dies kann als Hinweis auf die bisherige Dialogpraxis verstanden werden, welche durch ein jährliches Treffen der Kirchen mit den Präsidenten der EU-Institutionen Kommission, Parlament und Rat, durch alle sechs Monate stattfindende Dialogseminare der Kommission mit den Kirchen (vertreten durch COMECE und KEK), sowie durch gelegentliche bilaterale Briefings, etwa zum Arbeitsprogramm der Kommission oder zu den Ergebnissen europäischer Gipfeltreffen gekennzeichnet ist.
Darüber hinaus gibt es halbjährliche Treffen zwischen Vertretern der Kirchen und den Regierungsvertretern des Mitgliedstaats, der die EU-Ratspräsidentschaft innehat. Zudem veranstalten die kirchlichen EU-Vertretungen regelmäßige Konferenzen im Europäischen Parlament¹.
In Anbetracht der Tatsache, dass Artikel 17 Absatz 3 AEUV eine Stärkung des Beitrags der Kirchen und Religionsgemeinschaften zur europäischen Integration intendiert, steht zu erwarten, dass der zukünftige Diskussionsrahmen nicht hinter der bestehenden Dialogstruktur zurückbleiben, sondern diesen erweitern und stärken wird.
1-Ein Beispiel sind die von COMECE, KEK und der Konrad-Adenauer-Stiftung im Rahmen des Europäischen Jahres des Interkulturellen Dialogs 2008 im Europäischen Parlament organisierten vier Konferenzen. Siehe: http://www.comece.eu/comece.taf?_function=church&_sub=_dialog&id=2&language=de.


