Tuesday 18. June 2013
jährliche Gipfeltreffen

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Solidarität zwischen den Generationen verdient die volle Unterstützung der EU und der Mitgliedsstaaten, um die ökonomische und demographische Krise zu überwinden


 

Die Solidarität zwischen den Generationen war das zentrale Hauptthema des diesjährigen Gipfeltreffens der europäischen Religionsvertreter mit den Präsidenten der EU-Institutionen. Bei diesem handelte sich um das achte Spitzentreffen, welches auf Einladung von Präsident Barroso zusammen mit Herman van Rompuy, Präsident des Europäischen Rates, Lászlò Surján, Vizepräsident des Europäischen Parlaments stattfand.

 

Die Europäische Kommission unterhält einen offenen, transparenten und regelmäßigen Dialog mit Kirchen und Religionsgemeinschaften nach Maßgabe des Vertrags von Lissabon, durch welchen er im Primärrecht verankert wird (vgl. Artikel 17 AEUV). Eine Ausdrucksform dieses Dialogs stellt das jährliche Gipfeltreffen mit den Religionsvertretern dar.

 

In diesem Jahr stellte die EU-Kommission das Spitzentreffen unter die Überschrift „Solidarität zwischen den Generationen: Parameter setzen für die Gesellschaft von Morgen in Europa“, wie 2012 das „Europäische Jahr für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen“ kennzeichnet. Ebenso widmeten die Bischöfe der COMECE ihre diesjährige Frühjahrsvollversammlung diesem Thema und unterstrichen, dass Generationen nicht nur für sich selbst leben können sondern sich auch aufeinander verlassen können müssen. Der Dialog und die Solidarität zwischen der älteren und der jüngeren Generation bilden die Grundlage für die menschliche Entwicklung unserer Gesellschaftlichen: Sie bringen Hoffnung und Selbsterfüllung.

 

Mit Blick auf die Begegnung der demographischen Krise in Europa wies Msgr. André-Joseph Leonard, Erzbischof von Mecheln-Brüssel, beim heutigen Treffen darauf hin, dass unter den verschiedenen Optionen –neben der Reform der Rentensysteme und der Zuwanderung – die Stärkung von Familien, insbesondere von stabilen Familien, der einzig nachhaltige Weg aus der Krise sei. Dies schließe mutige Schritte auf dem Gebiet der Steuerpolitik, finanzielle Unterstützung für das dritte oder vierte Kind sowie soziale Maßnahmen zur Unterstützung der work-family life-balance ein.

 

In diesem Zusammenhang betonte Msgr. Gianni Ambrosio (Italien), Vizepräsident der COMECE, die Notwendigkeit für Europa und seine Mitgliedsstaaten den Sonntag als gemeinsamen wöchentlichen Ruhetag zu bewahren. „Insbesondere für die Familie, für das spirituelle Leben ihrer Mitglieder und für die zwischenmenschlichen Beziehungen, sowohl in der Familie als auch zu Verwandten und Freunden, ist die gemeinsame Sonntagsruhe von fundamentaler Bedeutung.“ Er erinnerte daran, dass die Kirchen sich mit bedeutenden Gewerkschaften und Organisationen der Zivilgesellschaft zum Schutz des arbeitsfreien Sonntags in der EU- und in der mitgliedsstaatlichen Gesetzgebung zusammengeschlossen haben.

 

Bezug nehmend auf die dramatische Situation hinsichtlich der Jugendarbeitslosigkeit in Spanien verurteilte Msgr. Adolfo Gonzales Montes (Spanien, COMECE-Mitgliedsbischof) die „verantwortungslosen und unmoralischen politischen Praktiken in Spanien, die zu einer Opferung der jungen Generation geführt hat“, die nun von einer Arbeitslosenquote von 50 % getroffen wird.

 

In Rumänien, wie in vielen osteuropäischen Ländern, stünden die Familien vor der Herausforderung, dass einer oder beide Elternteile zur Arbeit nach Westeuropa reist, um ihre Familien Zuhause zu unterstützen, erläuterte Msgr. Virgil Bercea (Vizepräsident der COMECE). „Dies führt zum Auseinanderbrechen von vielen Familien und dazu, dass Kinder ohne einen oder beide Elternteile aufwachsen, was langfristig Probleme für die europäische Gesellschaft schaffen wird“. Er forderte die EU-Institutionen dazu auf, spezifische Mechanismen für Länder wie Rumänien zu schaffen, die ihnen helfen würden, sich schneller wirtschaftlich zu entwickeln, so dass sie Möglichkeiten für ihre eigenen Bürger vorsehen können. „Diese Mechanismen sollten Transparenz hinsichtlich der Art und Weise, wie öffentliches Geld verwendet wird, Garantien für ein unabhängiges Justizsystem, Abschaffung der Korruption, Schutz der Menschenrechte und der Religionsfreiheit enthalten.“

 

Reden zum Download:

-Mgr. Giovanni AMBROSIO, Bishop of Piacenza-Bobbio (Italy), COMECE Vice President

-Mgr. Virgil BERCEA, Bishop of Oradea Mare (Romania), COMECE Vice President

-Mgr. Adolfo GONZÁLEZ MONTES, Bishop of Almeria (Spain), COMECE Delegate

- Mgr. André-Joseph LEONARD, Archbishop of Malines-Bruxelles

 

Download the Programme of the Summit meeting and the list of participants

 

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