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Wasser Fond Die EU-Kommission hat die Einrichtung eines mit 1 Milliarde Euro dotierten EU-Wasserfonds zur Verbesserung des Zugangs der Menschen in den afrikanischen, karibischen und pazifischen Staaten zu sauberem Trinkwasser und zu einer ordentlichen sanitären Versorgung vorgeschlagen. Mit dieser Initiative sollen die im vergangenen Jahr beim Weltgipfel über nachhaltige Entwicklung in Johannesburg gesetzten Ziele erfüllt werden. Einige Nichtregierungsorganisationen beschwerten sich, dass sie nicht konsultiert wurden und dass nicht ausreichend Gelder für das Projekt zur Verfügung stehen. Handelsgerechtigkeit EU-Handelskommissar Pascal Lamy würde, falls andere Mitglieder der Welthandelsorganisation dem auch zustimmten, einen Verhaltenskodex unterstützen, mit dem sichergestellt werden soll, dass die Entwicklungsländer im Rahmen von globalen Handelsverhandlungen fair behandelt werden. Lamy machte diese Bemerkungen anlässlich einer am 7. und 8. Mai in Brüssel von OXFAM, SOLIDAR und CIDSE, einem Netzwerk aus 15 katholischen Entwicklungsorganisationen, organisierten Konferenz. Die Entwicklungsländer geraten mitunter unter den Druck, im Laufe der Verhandlungen ungerechte Bedingungen zu akzeptieren. Bildungsziele Im Rahmen der "Lissabon-Strategie" zum Thema Wirtschaftsreform und Beschäftigung haben die europäischen Bildungsminister fünf konkrete Ziele festgesetzt, die bis zum Jahre 2010 zu erreichen sind, darunter die Reduzierung der Anzahl an Schülern ohne Schulabschluss und die Erhöhung der Anzahl an Erwachsenen, die sich dem Prinzip des "lebenslangen Lernens" verschreiben. Diese Ziele stellen einen nennenswerten Fortschritt in der Koordinierung des Bildungssektors dar, in dem die EU seit je her lediglich eine unterstützende Rolle gespielt hat. Religiöse Freiheit in der Türkei Sowohl der EU-Kommissar für Erweiterung, Günter Verheugen, als auch der Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten des EU-Parlaments haben die Bedeutung der uneingeschränkten Achtung der religiösen Freiheit unterstrichen, falls die Türkei überhaupt eine Chance haben soll, ein zukünftiges Mitglied der EU zu werden. In einem vom Ausschuss am 12. Mai verabschiedeten Bericht wird darüber hinaus gefordert, dass Caritas, wie auch anderen Nichtregierungsorganisationen, Rechtsstatus verliehen wird. Filmpreis Die EU-Kommission hat ihren jährlichen, mit 25.000 Euro dotierten Medienpreis an das Werk "Die unbarmherzigen Schwestern" (The Magdalene Sisters), einem Film des schottischen Regisseurs Peter Mullan verliehen. Der Film erzählt die Geschichte junger Frauen in Irland, die in den 60er Jahren aus Gründen des sogenannten sexuellen Fehlverhaltens von ihren Familien verstoßen und dazu verurteilt wurden, unter harten Bedingungen in den sogenannten "Magdalenen-Wäschereien", von katholischen Nonnen geleiteten Heimen zu leben. Caritas zum Thema Erweiterung Caritas Europa wird am 19. Juni 2003 ein umfassendes Positionspapier zum Thema Erweiterung der EU veröffentlichen. Das Papier wird sich auf die Herausforderungen konzentrieren, die durch den Beitritt neuer Mitgliedsstaaten aus Mittel- und Osteuropa entstehen, wie beispielsweise in den Bereichen der Freizügigkeit, der Beschäftigung sowie der Sozialleistungen. Weitere Informationen bei Caritas Europa unter der Telefonnummer +32 (0)2 280 0280. Seliger Robert Schuman? Robert Schuman, der französische Politiker, der in seiner Rede vom 9. Mai 1950 den Gedanken der Europäischen Union lancierte, ist einen Schritt weiter in Richtung einer Seligsprechung, so Jacques Paragon, ein ehemaliger Kollege Schumans und heutiger Verfechter seiner Seligsprechung. In einer Rede im Kulturzentrum Saint-Louis de France in Rom am 15. Mai kündigte Paragon an, dass der Untersuchungsprozess der Diözese in Sachen Seligsprechung von Robert Schuman noch in diesem Jahr seinen Abschluss finden könnte. Santiago 2004 Die Bischöfe der COMECE begingen den Europatag am 9. Mai, indem sie zur Feier des Beitritts zehn neuer Mitgliedsländer zur EU eine Pilgerreise nach Santiago de Compostela im April 2004 ankündigten. Das fünf Tage andauernde Ereignis wird über 300 Pilger aus ganz Europa zusammenführen und wird von Pat Cox, dem Präsidenten des EU-Parlaments, von Romano Prodi, dem Präsidenten der EU-Kommission sowie von Bertie Ahern, dem irischen Premierminister, unterstützt, der im ersten Halbjahr 2004 die wechselnde Präsidentschaft des Europäischen Rats innehaben wird.


