In Kürze
EU-Truppe im Kongo Die EU hat ihre erste militärische Intervention außerhalb Europas gestartet. Die "Operation Artemis", an der 1400 mehrheitlich französische Soldaten teilnehmen, wurde beschlossen, nachdem Berichte über mögliche Völkermorde in der Region Bunia im Nordosten des Landes bekannt wurden. Das von der UNO genehmigte Mandat soll zur "Verbesserung der humanitären Situation und der Sicherheit der Zivilbevölkerung beitragen." Siehe: ue.eu.int/pesd/congo Parlament verurteilt Mugabe Das EU-Parlament fordert in seiner Resolution vom 5. Juni die EU auf, mit einer wirksameren Strategie und gegebenenfalls schärferen Sanktionen zu einer Wiederherstellung der Demokratie, der Rechtsstaatlichkeit und der Achtung der Menschenrechte in Simbabwe beizutragen. Die Resolution verlangt außerdem von Präsident Mugabe die Entlassung der politischen Gefangenen und die Durchführung von Wahlen, und äußert sich enttäuscht über den fehlgeschlagenen Versuch der afrikanischen Regierungschefs, die Krise zu überwinden. Im März war es den Parlamentsfraktionen noch nicht gelungen, sich auf eine ähnliche Resolution zu einigen. In Entwicklungsländer investieren Die Europäische Investitionsbank hat am 2. Juni in Luxemburg die Schaffung eines neuen Fonds von 2,2 Milliarden Euro zur Förderung der Entwicklung des privaten Sektors in den Staaten Afrikas, der Karibik und des Pazifik (AKP) bekanntgegeben. Dieser beruht auf der Cotonou-Vereinbarung, die im Jahr 2000 zwischen den AKP-Staaten und der EU abgeschlossen wurde. An den Feierlichkeiten nahmen auch Präsident Kibaki aus Kenia und Präsident Wade aus Senegal teil. Siehe: www.eib.eu.int Grüne Woche: Verhaltensänderung "Verhalten ändern", "umweltfreundlicher leben" waren die Kernbotschaften der Grünen Woche 2003, die vom 2. bis 5. Juni in Brüssel stattfand und mit 26 Vortragsveranstaltungen, Workshops und Events für junge Leute und einer Ausstellung mit 62 Ständen aus 14 Ländern 3000 Besucher anzog. Die Grüne Woche wird jedes Jahr von der EU-Kommission veranstaltet. Siehe: europa.eu.int/comm/environment/greenweek/ Baden erlaubt 95,8% der europäischen Küstenstrände und 91,1% der Strände an Binnenseen und Flüssen entsprechen laut dem jährlichen Badewasserbericht der EU den EU-Qualitätsstandards. Im diesjährigen Bericht werden die kontinuierlichen Verbesserungen gelobt, verschiedene Mitgliedstaaten aber dafür kritisiert, dass sie lieber das Baden an bestimmten Stränden verbieten, als gegen die Verschmutzungen vorzugehen. Siehe: europa.eu.int/water/water-bathing/report.html Unterschiedliche Bildungsniveaus Die Zahl der Jugendlichen mit tertiärer Bildung (Hochschule und Universität) ist in den EU-Staaten sehr unterschiedlich. Nach einer Eurostat-Studie ist der Anteil der Jugendlichen, die sich im Alter von 18 Jahren noch im Bildungssystem befinden, in Schweden (95%), Finnland (89%) und Belgien (85%) am größten und in Großbritannien (55%) und Portugal (66%) am kleinsten. Der EU-Durchschnitt liegt bei 71%. Diese Zahlen scheinen auf das Wirtschaftswachstum oder die Arbeitslosenrate keinen Einfluss zu haben. Ökumenischer Kirchentag Über 200.000 Menschen kamen vom 29. Mai bis 1. Juni in Berlin zusammen, um am ersten ökumenischen Kirchentag seit der Reformation teilzunehmen. Unter dem Motto "Ihr sollt ein Segen sein" befassten sich allein mehr als 80 Veranstaltungen mit dem Thema der europäischen Integration. Unter den Teilnehmenden befanden sich hochrangige Vertreterinnen und Vertreter christlicher und nicht-christlicher Kirchen der ganzen Welt, KünstlerInnen, Intellektuelle und PolitikerInnen: www.oekt.de. Das Herz weit machen Am 11. Juni hat die COMECE ein Dokument mit dem Titel "Das Herz weit machen - das Projekt der EU und die Verantwortung der Katholiken" veröffentlicht. Der Text, der den katholischen Bischofskonferenzen Europas und der Kirche nahestehenden Personen und Gruppen zugeschickt wurde, soll zur Auseinandersetzung mit der europäischen Integration aus christlicher Sicht anregen. Die bis Mitte November hierzu eingegangenen Reaktionen werden bei einem Kongress im April 2004 in Santiago de Compostela vorgestellt. Siehe: www.comece.org


