Kirchen und kirchliche Organisationen legen Vorschläge zur Integration im Rahmen einer umfassenden EU-Migrationsspolitik vor
Sechs Kirchen und kirchliche Organisationen fordern die EU auf, die “grundlegenden Elemente für eine Migrationspolitik” aufzugreifen, die sie in ihrem Dokument “Migranten integrieren – integrierende Gesellschaft” am 18. Dezember 2004 anlässlich des internationalen Migrantentages vorstellen.
Die sechs Kirchen und kirchlichen Organisationen – Caritas Europa, die Kommission der Kirchen für Migranten in Europa (CCME), das Sekretariat der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft (COMECE), die Internationale Katholische Migranten Kommission (ICMC), der Jesuiten Flüchtlingsdienst Europa (JRS) und der Rat der Quäker für europäische Angelegenheiten – schlagen einen ganzheitlichen Ansatz in der Integrationspolitik vor, der als ein kontinuierlicher, wechselseitiger Prozess verstanden werden muss.
Sie treten dafür ein, dass “von den Migranten Anstregungen zur Integration erwartet werden sollten, aber gleichzeitig Anstrengungen von der gesamten Gesellschaft notwendig sind“. Sie heben auch hervor, dass der Respekt der Menschenrechte von Migranten der Schlüssel für eine erfolgreiche Integration ist.
Für diesen wechselseitigen Prozess betonen sie besonders die Bedeutung der zivilgesellschaftlichen Partizipation von Migranten, frühe Integrationsmaßnahmen, den Schutz des Familienlebens, den interkulturellen und interreligiösen Dialog und die Entwicklung von Bildungsprogrammen, um Migranten den Zugang zum Arbeitsmarkt zu ermöglichen.
Die Organisationen sind ausserdem darüber besorgt, dass die EU-Mitgliedsstaaten bei den Mindeststandards zu einer Einigung auf den kleinsten gemeinsamen Nenner neigen und fehlgeschlagene Integration weit mehr Aufmerksamkeit erfährt als erfolgreiche Integration, die nur selten anerkannt wird.


